mind-the-gap.at - Behinderung erfahrbar machen

Kunstprojekt erzeugt Barrieren durch die Dekonstruktion der Benutzeroberfläche. “Anti-Usability” für mehr Barrierefreiheit.

Das von Florian und Werner Schmeiser initiierte Projekt mind-the-gap soll Behinderung im Netz erfahrbar zu machen:

Die Situation des Kontrollverlustes über die Erreichbar- und Zugänglichkeit der Umwelt spiegelt sich in der Benutzung der Website wider. Über ein „handicapped interface” werden die Benutzer/innen in die Lage der Behinderung - Einschränkungen der Sinne, der Bewegung, der Kommunikation - versetzt.

In diesem Rahmen bietet das Projekt KünstlerInnen eine Plattform, um ihre Arbeiten online zu präsentieren. Durch Kommentarmöglichkeiten soll ein Dialog zwischen Nutzern und Künstlern geschaffen werden.

Die Seite selbst ist nicht barrierefrei realisiert, sondern basiert zu großen Teilen auf Flash. Barrierefreiheit ist hier auch gar nicht notwendig. Ganz im Gegenteil wird eine Art “Anti-Usability” angestrebt, um das Leben mit Handicaps an nicht-behinderte Menschen zu vermitteln.

Das “handicapped interface” ist eine interessante, wenn auch eher subtile und wenig spektakuläre Erfahrung. In meinen Augen ist die Usability von mind-the-gap sogar etwas zu gut. Ich fand mich eigentlich sehr gut zurecht - zumindest bis der Mauszeiger plötzlich ein seltsames Eigenleben entwickelte… Wenn man die Seite schließlich ein wenig verwirrt verlässt, ist die Botschaft wohl angekommen…

http://www.mind-the-gap.at



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